Die Neue Züricher Zeitung meldet, dass die Japanische Regierung den durch die Reaktorkatastrophe angeschlagenen Tepco-Konzern finanziell unterstützen will. Offenbar gibt es derzeit keine Alternativen um die Stromversorgung in Japan sicher zu stellen. So dürfen jetzt die durch das Beben und den Tsunami arg gebeutelten Japanischen Steuerzahler auch noch indirekt für die Schäden, die durch die Reaktoren in Fukushima verursacht wurden, aufkommen.
Japan eilt Tepco zu Hilfe
Keine Alternativen nach dem Nuklearunfall in Fukushima
Da der Staat in Japan die Atomenergie forciert habe, werde er jetzt den in Schwierigkeiten geratenen Energieunternehmen finanziell unter die Arme greifen. Diese sollen dann ihrerseits die Katastrophenopfer schnellstmöglich entschädigen.
mehr dazu bei NZZ online…
Zu diesem Tema gibt es ein interessantes Interview mit den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, auf Spiegel Online zu lesen.
Die großen Stromkonzerne nutzen die Abschaltung der Atomkraftwerke um in der Bevölkerung Ängste zu schüren, es könnte durch den Wegfall dieser Kapazitäten zukünftig Probleme mit unserer Stromversorgung geben. Matthias Kurth beschreibt die möglichen Schwierigkeiten objektiv und zeigt Lösungsansätze auf.
Netzagentur-Chef warnt vor Blackout-Panik
Neun Atomkraftwerke sind abgeschaltet, jetzt schüren Energielobbyisten Ängste vor dem großen Netzzusammenbruch – für Matthias Kurth eine Phantomdebatte. Im Interview warnt der Chef der Bundesnetzagentur vor Panikmache und erklärt, wie Deutschland die Energiewende schafft.
hier das ganze Interview bei Spiegel Online
Die Financial Times Deutschland beschäftigt sich in einem Artikel mit den Folgen des Atomausstieges für die vier großen Stromkonzerne in Deutschland. Jeder scheint hier seine eigene Strategie zu verfolgen. Dies liegt wohl vor allem daran, dass die vier unterschiedlich viele Kernkraftwerke betreiben. Auch politische Einflußnahme, wie bei EnBW ist ein Faktor.
Was Stromkonzerne bei einer Energiewende erwartet
Die Bundesregierung will den Ausstieg aus der Kernkraft beschleunigen. Die Versorger halten dagegen. FTD.de zeigt, wie sie mit der möglichen Abschaltung der AKW umgehen – und wo Gefahren lauern. von Michael Gassmann
der ganze Artikel bei der FTD
Der Atomausstieg kostet Geld. Das hat auch die Regierung begriffen. Nun legt die FDP-Fraktion im Bundestag Vorschläge vor, wie der Ausstieg zu finanzieren ist. Unter anderem wird der Verkauf von Telekom Aktien erwogen. Bei der Performance der Aktie in den vergangenen Jahren wird das wohl ein hartes Stück Arbeit. Womöglich muss Manfred Krug auf seine alten Tage nochmal vor die Werbekamera…
FDP will Atomausstieg mit Telekom-Aktien bezahlen
Die FDP schlägt vor, Mehrausgaben durch den Atomausstieg über ein Sparpaket auszugleichen. Bundeseigentum könnte verkauft werden.
hier gehts zum Artikel bei welt.de
In einem Interview des Hamburger Abendblattes bezieht der Schriftsteller Günther Grass Stellung gegen die Atomenergie. Informativ und lesenswert, denn Gegener der Atomenergie gibt es wohl nicht erst seit 30 Jahren. Der Leser bekommt einige Anregungen, die es wert sind nachverfolgt zu werden.
Ich bin radikaler geworden
Armgard Seegers, Kai-Hinrich Renner und Claus Strunz
Erstmals spricht Nobelpreisträger Günter Grass über die Folgen von Fukushima. Er sieht in der Atomenergie einen Zivilisationsbruch, fordert eine Bannmeile gegen Lobbyisten um den Bundestag und befürchtet eine Ökodiktatur in Deutschland
das gesamte Interview beim Hamburger Abendblatt