Archiv für März 2011

Der BDI und die Gefahren des Atomausstieges

Das Hamburger Abendblatt beschäftigt sich mit den Aussagen zum Ausstieg aus der Nutztung der Kernkraft des BDI-Präsidenten Hans-Peter Keitel und des Chefs der Deustchen Energie Agentur Stephan Kohler. Beide mahnen zur Besonnenheit bei der Umsetzung des Atomausstiegs. Ein sofortiger Stopp der Nutzung der Kernkraft in Deutschland ist demnach nicht möglich. Björn Klusmann, Geschäftsfüherer des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, sieht hingegen Chancen sich bis 2020 vollständig von der Kernenergei zu verabschieden.

BDI-Chef: Atomausstieg gefährdet Wohlstand
Olaf Preuß

BDI-Chef Hans-Peter Keitel warnt Kanzlerin Merkel vor übereiltem Abschalten. Laut Studie des Öko-Instituts kann ab 2020 auf Kernkraft verzichtet werden.

Hamburg. Der Streit um die Zukunft der Atomkraft in Deutschland wird schärfer. Der Präsident des Industrieverbandes BDI, Hans-Peter Keitel, warnt die Bundesregierung vor einem übereilten Ausstieg aus der Nutzung der Kernspaltung: „Wir müssen unglaublich aufpassen, dass in der Diskussion um die Atomenergie unser wirtschaftlicher Erfolg nicht unter die Räder kommt“, sagte Keitel dem „Stern“. Er kritisierte vor allem die rasche Kehrtwende der Merkel-Regierung…

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FAZ zerpflückt die Rhetorik der Atomdebatte

Ein lesenswerter Artikel ist bei faz.net zu finden. Der Autor Frank Schirrmacher hat sich die beliebtesten Phrasen aus der Atomdiskussion vorgenommen und zerlegt diese genüsslich.
Es ist erstaunlich, wie man die Argumente bereits verinnerlicht hat und teilweise zustimmt um bei näherer Betrachtung doch nur herauszufinden, dass man bewusst getäuscht und irregeleitet wurde.

Rhetorik und Realität
Die neun Gemeinplätze des Atomfreunds
Jahrzehnte der Atomkraft-Debatte haben die Sprache manipuliert. Die Sätze, die wir während des Moratoriums hören, sind Ablenkungsmanöver. Sie formulieren Thesen, die keine sind, und beleidigen die öffentliche Vernunft. Eine Analyse der wichtigsten Versatzstücke.

Von Frank Schirrmacher

1. Deutsche Atomkraftwerke sind die sichersten der Welt

Scheint eine technische Aussage zu sein, ist aber in Wahrheit nur ein moralischer Vergleich. Sie sagt nur: Im Vergleich zu dem, was andere Menschen tun, tun wir das Beste. Er vergleicht nichts Technisches. Denn dann müsste die Botschaft lauten: Auch im schlimmsten Fall strahlt unser Uran nur wenige Stunden und nicht Hunderte Jahre. Das ist natürlich absurd. Der Vergleich ist Augenwischerei: er hat nichts mit dem zu tun, was nach dem Eintritt des schlimmsten Falles passieren kann, sondern nur damit, wie Menschen im besten Fall vorsorgen können…

weiterlesen bei der FAZ.net

Der Focus zum Thema Atomausstieg

Im Blätterwald der deutschen Zeitungen und Magazine gibt es Befürworter und Gegener der Nutzung der Kernenergie, oder Atomenergie. Schon seit vielen Jahren haben sie sich auch verbale Erkennungszeichen zugelegt. So sprechen die Gegner von „Atomenergie“, weil das Wort „Atom“ durch die Atombombe negativ belegt ist. Hingegen die Befürworter der Technologie sprechen von Kernenergie, was keine negativen Assoziationen hervorruft und nebenbei auch noch die korrektere Bezeichnung für die genutzte Energieform ist.

Es bleibt nun dem Leser überlassen den Artikel des Focus zu bewerten, den ich heute vorstellen will:

Ohne Kernenergie geht es noch nicht
Dienstag 15.03.2011, 05:22 · von FOCUS-Online-Redakteur Clemens Schömann-Finck
Menschenkette gegen Atomkraft
dapd Nach den Ereignissen in Japan ist der Ausstieg aus der Kernenergie wieder ein großes Thema
„Abschalten – sofort!“, fordern viele Gegner der Kernenergie in Deutschland. Einzelne Reaktoren könnten ohne Problem vom Netz. Alle wäre extrem riskant.
Nach dem Unglück in Japan fühlen sich Kritiker der Kernenergie bestätigt: Das Risiko sei zu groß. Im Atomkraftwerk Fukushima 1 droht die Kernschmelze, weite Teil der Region könnten radioaktiv verseucht werden, die Lage ist außer Kontrolle. Die Rufe nach einem raschen Ausstieg aus der Atomenergie werden lauter. Soweit geht Bundeskanzlerin Angela Merkel zwar nicht. Sie kündigte aber unter dem Eindruck der Ereignisse an, die erst im Herbst beschlossenen längeren Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke für drei Monate auszusetzen:…

weiterlesen bei Focus Online

Friedlicher Protest gegen Atomenergie in Hamburg

Die Welt berichtet heute als eine der ersten über die friedlichen Proteste gegen die Nutzung der Kernenergie in Hamburg. Mehr als 40.000 Menschen haben an vergangenene Wochenende daran teilgenommen.

von www.welt.de

Hamburg erlebt friedlichen Rekordprotest gegen die Atomenergie

Mehr als 40 000 Menschen fordern bei bisher größter Anti-AKW-Demo den Ausstieg

Es sind so viele, dass die Letzten noch an der Moorweide stehen, als die Ersten den Rathausmarkt erreichen

Initiativen, Kirchen und IG Metall kritisieren den „Zickzackkurs“ der Bundesregierung

Strahlend-blauer Himmel, nur ein paar Wolken – und eine Riesenmenschenmenge, die sich entlang der Moorweide in der Nähe des Dammtorbahnhofs eingefunden hat. Wartend, anteilnehmend. Das Atomunglück in Fukushima scheint viele Norddeutsche mobilisiert zu haben, den Druck auf Politik und Energiekonzerne zu erhöhen. Ihr gemeinsames Ziel: der sofortige Ausstieg aus der Atomenergie.

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