Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Japanische Steuerzahler weden für Teco zur Kasse gebeten

Die Neue Züricher Zeitung meldet, dass die Japanische Regierung den durch die Reaktorkatastrophe angeschlagenen Tepco-Konzern finanziell unterstützen will. Offenbar gibt es derzeit keine Alternativen um die Stromversorgung in Japan sicher zu stellen. So dürfen jetzt die durch das Beben und den Tsunami arg gebeutelten Japanischen Steuerzahler auch noch indirekt für die Schäden, die durch die Reaktoren in Fukushima verursacht wurden, aufkommen.

Japan eilt Tepco zu Hilfe
Keine Alternativen nach dem Nuklearunfall in Fukushima
Da der Staat in Japan die Atomenergie forciert habe, werde er jetzt den in Schwierigkeiten geratenen Energieunternehmen finanziell unter die Arme greifen. Diese sollen dann ihrerseits die Katastrophenopfer schnellstmöglich entschädigen.

mehr dazu bei NZZ online…

Die Ansichten von Günther Grass über die Nutzung der Kernenergie

In einem Interview des Hamburger Abendblattes bezieht der Schriftsteller Günther Grass Stellung gegen die Atomenergie. Informativ und lesenswert, denn Gegener der Atomenergie gibt es wohl nicht erst seit 30 Jahren. Der Leser bekommt einige Anregungen, die es wert sind nachverfolgt zu werden.

Ich bin radikaler geworden
Armgard Seegers, Kai-Hinrich Renner und Claus Strunz

Erstmals spricht Nobelpreisträger Günter Grass über die Folgen von Fukushima. Er sieht in der Atomenergie einen Zivilisationsbruch, fordert eine Bannmeile gegen Lobbyisten um den Bundestag und befürchtet eine Ökodiktatur in Deutschland

das gesamte Interview beim Hamburger Abendblatt

Atomstrom aus dem Ausland ist billiger

Offenbar ist es möglich, nahezu den gesamten Bedarf an Strom in Deutschland auch nach dem Wegfall der 7 vom Atommoratorium betroffenen Kernkraftwerke aus eigenen Ressourcen zu deken. Nur wirtschaftlich scheint es leider nicht zu sein. Die Stuttgarter Zeitung schreibt gestern in einem Artikel über eine Studie des Ökoinstituts, die sich mit der verfügbaren Strommenge aus heimischer Produktion beschäftigt:

Importe sind billiger als deutscher Strom
Klaus Zintz, aktualisiert am 06.04.2011 um 16:22 Uhr

Deutschland importiert seit der Stilllegung älterer Atomreaktoren mehr Strom – auch aus Frankreich, das weiter auf Atomkraft setzt.
Stuttgart – Die Ansage von Peter Altmaier ist deutlich: „Das Ziel ist, dass wir nicht den alten Atomstrom durch Atomstrom aus dem Ausland ersetzen wollen“, ließ der Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag am Dienstag in Berlin verlauten.

der ganze Artikel in der Stuttgarter Zeitung

Woher kommt der Strom nach dem Abschalten von 7 AKW’s?

Wer hätte das gedacht: Wenn wir sieben Kernkraftwerke vom Netz nehmen muss der fehlende Strom aus anderen Quellen bezogen werden! Und wie wird dieser Strom erzeugt? Natürlich auch mit Kernkraft, aber eben nicht mehr aus Deutschland, sondern aus Frankreich und Tschechien. Bleibt nur zu hoffen, dass niemand so naiv war zu glauben, dass die Abschaltung der deutschen Alt-AKWs sofort mit Strom aus regenerativen Quellen kompensiert werden konnte.

Mehr dazu bei FTD.de

Deutschland importiert nach AKW-Ende mehr Strom

Nach der vorläufigen Stilllegung von sieben Atomkraftwerken führt die Bundesrepublik mehr Elektrizität ein als aus. Nach Darstellung der Versorgungsunternehmen haben sich die Zuflüsse aus Frankreich und Tschechien sogar verdoppelt. Beide Länder setzen auf die Kernkraft.

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Der BDI und die Gefahren des Atomausstieges

Das Hamburger Abendblatt beschäftigt sich mit den Aussagen zum Ausstieg aus der Nutztung der Kernkraft des BDI-Präsidenten Hans-Peter Keitel und des Chefs der Deustchen Energie Agentur Stephan Kohler. Beide mahnen zur Besonnenheit bei der Umsetzung des Atomausstiegs. Ein sofortiger Stopp der Nutzung der Kernkraft in Deutschland ist demnach nicht möglich. Björn Klusmann, Geschäftsfüherer des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, sieht hingegen Chancen sich bis 2020 vollständig von der Kernenergei zu verabschieden.

BDI-Chef: Atomausstieg gefährdet Wohlstand
Olaf Preuß

BDI-Chef Hans-Peter Keitel warnt Kanzlerin Merkel vor übereiltem Abschalten. Laut Studie des Öko-Instituts kann ab 2020 auf Kernkraft verzichtet werden.

Hamburg. Der Streit um die Zukunft der Atomkraft in Deutschland wird schärfer. Der Präsident des Industrieverbandes BDI, Hans-Peter Keitel, warnt die Bundesregierung vor einem übereilten Ausstieg aus der Nutzung der Kernspaltung: „Wir müssen unglaublich aufpassen, dass in der Diskussion um die Atomenergie unser wirtschaftlicher Erfolg nicht unter die Räder kommt“, sagte Keitel dem „Stern“. Er kritisierte vor allem die rasche Kehrtwende der Merkel-Regierung…

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