Archiv der Kategorie 'Atomdebatte'

Was ist dran an der Blackout-Panik?

Zu diesem Tema gibt es ein interessantes Interview mit den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, auf Spiegel Online zu lesen.
Die großen Stromkonzerne nutzen die Abschaltung der Atomkraftwerke um in der Bevölkerung Ängste zu schüren, es könnte durch den Wegfall dieser Kapazitäten zukünftig Probleme mit unserer Stromversorgung geben. Matthias Kurth beschreibt die möglichen Schwierigkeiten objektiv und zeigt Lösungsansätze auf.

Netzagentur-Chef warnt vor Blackout-Panik
Neun Atomkraftwerke sind abgeschaltet, jetzt schüren Energielobbyisten Ängste vor dem großen Netzzusammenbruch – für Matthias Kurth eine Phantomdebatte. Im Interview warnt der Chef der Bundesnetzagentur vor Panikmache und erklärt, wie Deutschland die Energiewende schafft.

hier das ganze Interview bei Spiegel Online

Die Ansichten von Günther Grass über die Nutzung der Kernenergie

In einem Interview des Hamburger Abendblattes bezieht der Schriftsteller Günther Grass Stellung gegen die Atomenergie. Informativ und lesenswert, denn Gegener der Atomenergie gibt es wohl nicht erst seit 30 Jahren. Der Leser bekommt einige Anregungen, die es wert sind nachverfolgt zu werden.

Ich bin radikaler geworden
Armgard Seegers, Kai-Hinrich Renner und Claus Strunz

Erstmals spricht Nobelpreisträger Günter Grass über die Folgen von Fukushima. Er sieht in der Atomenergie einen Zivilisationsbruch, fordert eine Bannmeile gegen Lobbyisten um den Bundestag und befürchtet eine Ökodiktatur in Deutschland

das gesamte Interview beim Hamburger Abendblatt

Ethikkommission nimm Arbeit auf

Die Welt beschäftigt sich heute mit der von Kanzlerin Merkel eingerichteten Ethikkommission. In dem Artikel wird vor allem auf die Meinung des Ex-Umweltministers und Leiters der Ethikkommission Klaus Töpfer eingegangen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Ergebnisse der Diskussionen Früchte tragen und bei den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen ankommen.

Experten uneinig über Gefahren des Atomausstiegs

Eine rasche Energiewende schadet laut Atomkommission-Chef Töpfer der Wirtschaft nicht. Sein Stellvertreter Kleiner sieht dagegen Risiken.

Deutschland kann nach Ansicht des ehemaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer rasch aus der Kernenergie aussteigen, ohne negative Folgen für die Wirtschaft zu verursachen. Töpfer ist Vorsitzender der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung, die heute ihre Arbeit aufnimmt.

den ganzen Artikel auf www.welt.de

Der BDI und die Gefahren des Atomausstieges

Das Hamburger Abendblatt beschäftigt sich mit den Aussagen zum Ausstieg aus der Nutztung der Kernkraft des BDI-Präsidenten Hans-Peter Keitel und des Chefs der Deustchen Energie Agentur Stephan Kohler. Beide mahnen zur Besonnenheit bei der Umsetzung des Atomausstiegs. Ein sofortiger Stopp der Nutzung der Kernkraft in Deutschland ist demnach nicht möglich. Björn Klusmann, Geschäftsfüherer des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, sieht hingegen Chancen sich bis 2020 vollständig von der Kernenergei zu verabschieden.

BDI-Chef: Atomausstieg gefährdet Wohlstand
Olaf Preuß

BDI-Chef Hans-Peter Keitel warnt Kanzlerin Merkel vor übereiltem Abschalten. Laut Studie des Öko-Instituts kann ab 2020 auf Kernkraft verzichtet werden.

Hamburg. Der Streit um die Zukunft der Atomkraft in Deutschland wird schärfer. Der Präsident des Industrieverbandes BDI, Hans-Peter Keitel, warnt die Bundesregierung vor einem übereilten Ausstieg aus der Nutzung der Kernspaltung: „Wir müssen unglaublich aufpassen, dass in der Diskussion um die Atomenergie unser wirtschaftlicher Erfolg nicht unter die Räder kommt“, sagte Keitel dem „Stern“. Er kritisierte vor allem die rasche Kehrtwende der Merkel-Regierung…

hier den ganzen Artikel lesen

FAZ zerpflückt die Rhetorik der Atomdebatte

Ein lesenswerter Artikel ist bei faz.net zu finden. Der Autor Frank Schirrmacher hat sich die beliebtesten Phrasen aus der Atomdiskussion vorgenommen und zerlegt diese genüsslich.
Es ist erstaunlich, wie man die Argumente bereits verinnerlicht hat und teilweise zustimmt um bei näherer Betrachtung doch nur herauszufinden, dass man bewusst getäuscht und irregeleitet wurde.

Rhetorik und Realität
Die neun Gemeinplätze des Atomfreunds
Jahrzehnte der Atomkraft-Debatte haben die Sprache manipuliert. Die Sätze, die wir während des Moratoriums hören, sind Ablenkungsmanöver. Sie formulieren Thesen, die keine sind, und beleidigen die öffentliche Vernunft. Eine Analyse der wichtigsten Versatzstücke.

Von Frank Schirrmacher

1. Deutsche Atomkraftwerke sind die sichersten der Welt

Scheint eine technische Aussage zu sein, ist aber in Wahrheit nur ein moralischer Vergleich. Sie sagt nur: Im Vergleich zu dem, was andere Menschen tun, tun wir das Beste. Er vergleicht nichts Technisches. Denn dann müsste die Botschaft lauten: Auch im schlimmsten Fall strahlt unser Uran nur wenige Stunden und nicht Hunderte Jahre. Das ist natürlich absurd. Der Vergleich ist Augenwischerei: er hat nichts mit dem zu tun, was nach dem Eintritt des schlimmsten Falles passieren kann, sondern nur damit, wie Menschen im besten Fall vorsorgen können…

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